Chronik

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1963  |   Die Anfänge

Erste und rasch wachsende Zeltlägerle und Zeltlager an den Gütersteiner Wasserfällen bei Bad Urach entstanden durch das Engagement Pfarrer Anselm Jopps. Die Lager fanden damals an bzw. nach Pfingsten statt.

 

 

 

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1964  |  VW Käfer

Man zeltete zwei Jahre lang auf der größten süddeutschen Schloßruine bei Ratzenried. Damals wurden teilweise die Teilnehmer, überwiegend Ministranten, mit dem Käfer Jopps gestapelt befördert. Es wurden in diesen Jahren auch mal die Zelte bei Kißlegg an einem See aufgeschlagen.

 

 

 

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1966  |   Weltmeisterschaftliches Zelten

1966 / 1967 war das Zeltlager am Argensee bei Waltenhofen auf einer Wiese der Bauersfamilie Sontheim. 1966 wurden gemeinsam die legendären Weltmeisterschafts-Fußballspiele angeschaut.

 

 

 

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1968  |  Weiher in Sicht

1968, 1969 und 1970 zelteten Pfarrer Jopp und die Jugendlichen bei Bauer Durach in der Nähe der Gemeinde Willerazhofen bei Bad Wurzach am Ellerazhofer Weiher.

 

 

 

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1970  |  Es gibt keine Zufälle

1970 fanden Pfarrer Anselm Jopp und seine langjährigen Begleiter und Betreuer Rudi Heinz und Walter Gluiber den Metzisweiler Weiher. Der Grundstein für unser heutiges ZELA wurde damit gelegt. Dies geschah eher zufällig. weiterlesen

Pfarrer Jopp, die beiden Betreuer Rudi Heinz und Walter Gluiber machten sich vom Ellerazhofer Weiher aus auf die Suche nach einem neuen Zeltplatz.Auf Empfehlung des Onkels von Pfarrer Jopp, der Arzt in Kisslegg war, suchten die Drei den Stockweiher, kamen aber per Zufall oder doch Fügung an den Metzisweiler Weiher.

Episode nach Pfarrer Jopp:
„Wir kamen zum Seebauern Alois Bott. Dieser sagte: „Ich nehme keine Lager mehr an.
Pfarrer Jopp: „Ich bin ein Bauernsohn, ich weiß, wie man mit Wiesen umgeht.
Alois Bott: „Nein, keine Chance!
Pfarrer Jopp: „Ich bin Pfarrer. Sie dürfen uns trauen.
Alois Bott: „Gut, aber es geht nicht.
Pfarrer Jopp: „Wir benehmen uns gut…und zahlen sofort!
Alois Bott lachte und sagte: „Dann kommt!“
Seit diesem Tag besteht zwischen der Familie Bott, Alois Sohn Franzl, seiner Frau Ulrike und deren Kinder und dmn Betreuerteam eine starke Freundschaft.

 

 

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1971  |  Eine Ära beginnt

Damit konnten wir 1971 bei Bauer Bott starten. Drei Wochen Jungen-Zeltlager und anschließend für zwei Wochen das erste Mädchenzeltlager, die sich für diese erste Freizeit noch den Koch der Jungen „ausleihen“ mussten. weiterlesen

Da der Zeltplatz in einem Landschaftsschutzgebiet liegt, mussten viele Vorschriften und Vorgaben erfüllt werden. Dabei fand man im ehemaligen Bürgermeister Hermann Hecht einen engagierten Unterstützer und stetigen Helfer, der dem Zeltlager viele Türen öffnete und das Zeltlager viele Jahre begleitete. Ihm zu Ehren wurde das große Floß nach ihm benannt.

Episode nach Pfarrer Jopp: „In dem Landschaftsschutzgebiet bauten wir WC-Häuschen mit Fass. Regierungsrätin Frau Dr. Ernst aus Tübingen kam zur Kontrolle des Lagers. Sie sah das WC- Häuschen, lief schnell zu ihrem Chauffeur, der am Bauernhof parkte und rief bei dem „besonderen Örtchen“: „Schauen Sie, sowas habe ich noch nirgends gesehen. Auch nicht in der Schweiz oder in Österreich. Das ist Natur- und Gewässerschutz! Und Hygiene!“ Wichtig war Pfarrer Jopp von Anfang an ein nachhaltiges und umweltschonendes Zelten, was sich damals auch bei Abgeordneten aus dem Landtag herumsprach. Der Metzisweiler Weiher ist ein Moor-, Heil-, und Badesee, der auch von den einheimischen Bewohnern gerne genutzt wird. Episode nach Pfarrer Jopp: „Sie hörten vom Regierungspräsidium Tübingen, dass wir unsere Zelte reparieren ließen, zuerst in Immenried, dann in Bad Waldsee-Gaisbeuren. Wir kauften nicht wie andere Lager sofort bei Schäden neue Zelte, sondern ließen die beschädigten Zelte reparieren. Unser Tun machte Schule und wurde landesweit weiter weiterempfohlen.“ Und so machen wir das heute noch. Bei immer wieder mal auftretenden Schäden lassen wir unsere Zelte immer noch in Bad Waldsee-Gaisbeuren reparieren. Wir verfügen über einen ausreichend großen Zeltbestand, so dass wir auch bei möglichen Unwetterschäden schnell reagieren können.

 

 

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1980  |  10- jähriges Zeltlagerjubiläum

In diesem Jahr fand das 10- jährige Jubiläum mit dem Besuch des Bischof Mosers statt. Das Jubiläum wurde mit ca 1.500 Gästen aus der Kirchengemeinde Frickenhausen und den umliegenden Dörfern Weitprechts mit einem eindrucksvollen Gottesdienst mit Band, Ehrengästen und tollem Rahmenprogramm gefeiert. weiterlesen

Pfarrer Jopp als Lagerleiter nahm über 30 Jahre lang an den Blutreiterprozessionen in Weingarten und Bad Wurzach teil. Auch bestand und besteht seit Jahrzehnten eine starke Verankerung in der Bevölkerung und Landschaft, zu umliegenden Handwerkern und Zulieferern. Bäckerei Huber über Jahrzehnte, Bäckerei Heinzelmann, Metzger Haggenmüller, Milchbauer Leupold ? und Viele mehr.
In den kommenden Jahrzehnten entstand ein Generationen-Zeltlager. Ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer melden noch heute Ihre Kinder und Enkelkinder im Zeltlager an. Die Atmosphäre ist einzigartig, Jahr für Jahr. So entstanden eine ganze Flut von Lagerfreundschaften, die auch über die Lagerzeit hinaus halten. Die veranstalten Lagertage als Nachtreffen und Überbrückung zum nächsten Jahr, waren mit Bildern und Filmen ausgefüllt.

Es gab aber nicht nur schöne unbeschwerte Zeiten, sondern auch ein unglaublich schrecklicher Vorfall. Im August 1987 kamen drei Mädchen bei einem furchtbaren Verkehrsunfall in Bad Wurzach ums Leben. Nach langem Überlegen, Zweifeln und Trauern, entschied sich Pfarrer Jopp das Lager weiter zu führen. Bis heute ist dieser Unfall und das Andenken der Mädchen unvergessen. Das Lagerleben ging weiter.
Und deshalb ist es für der Schutz für Teilnehmer und Betreuer für uns das Wichtigste und wir schulen uns als Ersthelfer und Rettungsschwimmer regelmäßig fort.

 

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1995  |   25- jähriges Zeltlagerjubiläum

Das 25-jährige Jubiläum wurde mit einem großen Fest organisiert. Zum Jubiläum wurden T-Shirts von der Volksbank Frickenhausen gesponsert. Noch heute sieht man immer wieder ehemalige oder noch aktive Betreuer mit einem Jubiläums-T-Shirt. weiterlesen

In diesem Zusammenhang wollen wir an dieser Stelle unseren Sponsoren, Gönnern und ehrenamtlichen Helfern sehr danken. Zusammen machen wir es möglich!

Nachdem Pfarrer Anselm Jopp 25 Jahre lang jeden Sommer 6 Wochen lang am Metzisweiler Weiher verbrachte und die Geschicke des Lagers leitete, konnten Nachfolger als Lagerleiter gefunden werden. Die Verantwortung und Organisation des Zeltlagers wurde nach und nach auf mehrere Schultern verteilt. Erstmals übernahmen Helmut „Emu“ Weidlich und Andreas „Eci“ Juhas die Leitung des Zeltlagers. Als langjährige Teilnehmer und Betreuer übernahmen sie in den nächsten Jahren federführend die Organisation des Lagers. Unterstützt wurden Sie durch ein starkes Team an Betreuern und Betreuerinnen.

 

 

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2000  |  30- jähriges Zeltlagerjubiläum

Am 13.08.2000 feierte das Zeltlager Frickenhausen 30 Jahre Zeltlager am Metzisweiler Weiher. Hierzu kamen ca. 1.000 Besucher. Das Team der Betreuerinnen und Betreuer organisierte monatelang vorher die gesamten Feierlichkeiten. weiterlesen

Es gab u.a. einen Gottesdienst mit der Jugendband „big heaven“, Grußworte von Gästen und Gönnern, wie Alois Bott und Familie, Altbürgermeister Hermann Hecht, die Bürgermeister Martin Fritz (Großbettlingen) und Dieter Schütz (Frickenhausen), MdL Jörg Döpper, Elisabeth Espig vom Jugendhaus Wernau und Nicole Bauer, Jugendreferentin des Dekanats Nürtingen. Fünf verschiedene Mittagessen wurden im Zeltlager und im Omni gekocht und standen zur Auswahl:

• Rollbraten mit Spätzle und Salat
• Fleischkäse mit Kartoffelsalat
• Großer Salatteller
• Maultaschen und Kartoffelsalat
• Wurstsalat
• und nicht zu vergessen ! ein halbes Göckele für unseren Pfarrer.
s. Artikel
Das Zeltlager und die Arbeit Pfarrer Jopps wurden von Gemeinden geschätzt und mit zahlreichen Spenden für Neuanschaffungen gewürdigt. Tretboote, Fußbälle, Tischkicker usw..

 

 

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2001  |   Hochzeit im Lager

Ein bisher einmaliges Ereignis fand am 18.08.2001 in der Mädchenfreizeit statt. An diesem Tag heirateten Christina Griesser und Markus Thaller. Beide lernten sich im Zeltlager kennen. Er war Betreuer bei den Jungen, sie Betreuerin bei den Mädchen. weiterlesen

Die Mädchen der Freizeit organisierten eine Traumhochzeit unter freiem Himmel. Die befreundeten Betreuer und Freunde (Schloßcafé Kisslegg) aus der Gegend zauberten ein köstliches Hochzeitsmenü. Es war ein unvergesslicher Tag mit einer Brautentführung per Boot über den See ans andere Ufer, wo auch schon Bäcker Herbert Huber mit einem Sektstand wartete. Pfarrer Jopp unterhielt die Gäste am Lagerfeuer mit seinen legendären Lieder „Der kleine Italiener“ und „Der Vater mit dem Sohne“ und so lang bei Gitarrenmusik ein wundervoller Tag aus.

 

 

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2008  |  50. Priesterjubiläum

Am 27.08.2008 lud Lagerpfarrer Anselm Jopp alle Teilnehmer, Gäste und Freunde des Zeltlagers zu seinem 50. Priesterjubiläum an den Metzisweiler Weiher nach Weitprechts/ Bad Wurzach ein um mit ihm gemeinsam zu feiern. weiterlesen

Wieder einmal organisierte das Betreuerteam die Verpflegung, baute ein extra Zelt auf. So wurde dieses außergewöhnliche Jubiläum gebührend gefeiert.
Für die Musikkapelle Eintürnen wurde sogar extra ein Kran, der einen Fallschirm trug aufgebaut. So dass sie im Schatten vor, während und nach dem Gottesdienst aufspielen konnten. Erneut kochte man verschiedene Menüs, baute ein Bierpavillon auf und sorgte für ein unterhaltsames Rahmenprogramm.

 

 

 

2012  |  Nehmt Abschied Brüder…

Abschied vom „Vater des Zeltlagers“ Pfarrer Anselm Jopp. Am 19.08.2012 besuchte er das Zeltlager in Person des Lageroberhaupts zum vorerst letzten Mal, hielt den Gottesdienst, weiterlesen

verspeiste seine halben Gockel, führte noch einmal seine Seenwanderung durch und unterhielt die Gäste mit Geschichten und Anekdoten aus 40 Jahren Zeltlagerleben. Sein langjähriger Weggefährte Franz Bott, sprach Dankesworte und wünschte dem neuen Organisationsteam viel Glück für die weitere Organisation des Lagers.

 

 

 

 

Aktuell – Nach dem Lager, ist vor dem Lager

Seit 2012 führt ein Organisationsteam von vier Betreuerinnen und vier Betreuern das Zeltlager weiter. Nach der Übergangsphase in der die Aufgabenverteilung des Teams definiert wurden und man sich auf die neuen administrativen Abläufe einstellte, starten wir jetzt mit neuen Ideen voll durch. weiterlesen


Wir haben ein kompetentes und motiviertes Orga-Team das sich um Werbung, den Internet- und Facebookauftritt und die allgemeine Lagerorganisation kümmert. Wir werden weiterhin ein Zeltlager bleiben, dass so viel Freiheit wie möglich und so wenig Regeln, wie nötig anbieten wird. Wir zelten an einem einmaligen Ort mitten in der Natur, direkt am See mit einem eigenen Zugang über den selbstgebauten Steg und achten sehr auf die Natur.
Unsere Zelte sind mit einem Vorzelt für Gepäck und einem Innenzelt, das auf Holzrosten steht ausgestattet und bietet genügend Platz für 3 Jugendliche. Es gibt ein großes Gemeinschaftszelt, ein Verkaufs-/ Gerätezelt, wo sich die Jugendlichen Eis, Süßigkeiten oder Getränke kaufen können oder Spiele ausleihen. Darüber hinaus stellen wir kostenlos Eistee zur Verfügung. In unserem voll ausgestatteten Küchenzelt kochen wir jeden Tag selber. Jeder Koch/ Köchin besitzt ein Gesundheitszeugnis und eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz.
Wir verzichten ganz bewusst auf ein durchgeplantes Wochenprogramm. Im Zeltlager Frickenhausen gibt es viele freie Angebote, die die Teilnehmer und Teilnehmerinnen nutzen können. Pflicht ist lediglich die Teilnahme an den drei Mahlzeiten, da wir Aktuelles und Programmangebote besprechen. Es gibt kein festes Tagesprogramm. Das Betreuerteam bietet den Jugendlichen ALLER KONFESSIONEN verschiedene Angebote an.
Wer keinen Hunger hat, muss nichts essen. Zum Frühstück gibt es meistens Kaba, Hörnchen und Weckle. Zum Mittagessen und Abendessen kochen wir vorwiegend warm, je nach Küchenplan und Wetter.